Gesundheit Klettgau Nord: Für eine umfassende langfristige Gesundheitsversorgung
Die medizinische Grundversorgung ist gefährdet, gerade in ländlichen Regionen wie dem Klettgau. Dem soll ein neuer Ansatz im nördlichen Klettgau entgegenwirken – mit einem modernen, umfassenden Gesundheitszentrum in Beringen sowie dem «Gesundheitsnetz Klettgau Nord». Diese sollen Anbieter aus dem Gesundheits- und Sozialbereich zusammenführen, einen sozialen Treffpunkt schaffen und so Raum bieten für neue Formen der Zusammenarbeit und innovative Projekte.
Das Projekt Machbarkeitsstudie
Wie soll die zukünftige Gesundheitsversorgung im Klettgau aussehen? Diese Frage diskutierten Einwohnerinnen und Einwohner, Fachleute aus dem Gesundheits- und Sozialbereich sowie politisch Verantwortliche 2024 und 2025 in verschiedenen Workshops und Denkwerkstätten. Das Ergebnis ist «Gesundheit Klettgau Nord»: ein Projekt für ein umfassendes Gesundheitszentrum in Beringen und das Gesundheitsnetz Klettgau Nord, das Gesundheit mit sozialen Angeboten verbindet.
Eine ausführliche Machbarkeitsstudie zeigt nun, dass das Vorhaben realistisch und notwendig ist, um die gesundheitliche Grundversorgung im nördlichen Klettgau zu sichern. Im Rahmen der Studie wurde ein Detailkonzept entwickelt, das einen klaren Bedarf sowohl seitens Bevölkerung als auch von potentiellen Anbietern zeigt. Zudem wurden Risiken und Erfolgsfaktoren identifiziert und damit eine solide Basis für die betriebliche, bauliche und finanzielle Planung gelegt.
Das geplante Gesundheitszentrum Beringen
Das Gesundheitszentrum Beringen soll der Bevölkerung im nördlichen Klettgau ein breites Portfolio an Gesundheitsleistungen bieten: Hausarzt- und Familienpraxis, Apotheke bzw. Drogerie, Ergo- und Physiotherapie, Sprechstunden der Spitäler Schaffhausen, Spitexstützpunkt und mehr. Es soll aber auch einen sozialen Treffpunkt bilden mit Cafeteria, Beratungsstellen, Kinderbetreuung oder einem Co-Working-Space.
Dazu entsteht an der Zelgstrasse – unmittelbar neben Gemeindeverwaltung und Alterszentrum Früeling – ein Neubau. Finanziert wird der Bau durch eine Gesellschaft mit Anteilsscheinen im Streubesitz. So kann sich die breite Bevölkerung mit Volksaktien an der lokalen Gesundheitsversorgung beteiligen. Geplant ist, den Neubau 2029 zu eröffnen. Details zum Projekt sind in der Machbarkeitsstudie ersichtlich.
Das geplante Gesundheitsnetz Klettgau Nord
Das Gesundheitsnetz Klettgau Nord verbindet Akteure aus dem Gesundheits- und Sozialbereich in der Region verbindlich miteinander, um die Qualität und Effizienz der Versorgung zu steigern. Es initiiert zum Beispiel interprofessionelle Qualitätszirkel und Fallbesprechungen, fördert die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung und betreibt einen «Gesundheitskiosk» als zentrale Informations- und Beratungsstelle.
Dabei gilt der Grundsatz: bestehende Angebote einbinden statt konkurrenzieren. Etablierte Strukturen wie Pro Senectute, Rotes Kreuz oder der Seniorenrat Beringen sind integrale Partner.Details zum Projekt sind in der Machbarkeitsstudie ersichtlich.
Volksaktie
Das geplante Gesundheitszentrum Beringen soll langfristig eine umfassende gesundheitliche Grundversorgung im nördlichen Klettgau sicherstellen. Es soll möglichst stark in der Bevölkerung verankert sein und die lokale Mitsprache in den Vordergrund stellen.
Das Projekt wird deshalb über eine breit abgestützte Aktiengesellschaft finanziert, an der sich die Allgemeinheit, Gemeinden und Unternehmen im Klettgau mit einer Volksaktie beteiligen können. Sie erhalten so die Möglichkeit, in die eigene Gesundheitsversorgung zu investieren, sich ideell und finanziell am Projekt zu beteiligen und von einem erfolgreichen Betrieb zu profitieren.
Die Gemeinde Beringen und der Verein docSH sondieren derzeit das vorhandene Interesse. Möchten auch Sie mit einem Investment die Grundversorgung im Klettgau stärken? Dann füllen Sie bitte das untenstehende Formular aus oder schreiben Sie uns an beringen@docsh.ch. Wichtig: Ihre Interessenbekundung ist absolut unverbindlich. Wir informieren Sie gerne, wenn ein effektives Kaufangebot besteht.
Trägerschaft
Das Gesundheitsnetz Klettgau Nord ist ein Projekt der Regional- und Standortentwicklung RSE des Kantons Schaffhausen. Projektträgerin ist die Gemeinde Beringen, geleitet wird das Projekt vom Verein docSH. Verschiedene Experten unterstützten die Ausarbeitung der Machbarkeitsstudie auf ihren Teilgebieten.
Impressionen
Im Verlauf der Machbarkeitsstudie diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der Leistungserbringer, aus der Bevölkerung und der Politik ihre Ideen und Wünsche an verschiedenen Workshops und Events. Nachstehend einige Impressionen aus den Veranstaltungen: